Angst im Jurastudium

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Stress. Angst. Müdigkeit. Niedergeschlagen sein. Ausgebrannt sein. Das sind Begriffe, die für angehende Juristen leider nichts Neues sind. Deswegen geht es heute um das Thema: Angst im Jurastudium. Wie ich mit Stress und Angst umgehe, darüber spreche ich heute in meinem Podcast. Das muss nämlich kein Tabuthema sein, nur weil (fast) niemand zu seinen Ängsten im Jurastudium steht. Ich freue mich auf den Austausch mit euch. Ihr könnt mir auch jederzeit eine E-Mail an hello@felicitasemilie.de senden.

Das ganze Jurastudium und irgendwo leider auch das Referendariat sind vor allem auf eins ausgelegt. Angst. Die Angst vor dem Examen. Die Angst, zu versagen. Die Angst, durchzufallen. Angst im Jurastudium, kurz gesagt.

Ängste im Jurastudium

Akzeptiere die Angst im Jurastudium als etwas ganz Normales

Ich kann dir eins versprechen. Es geht (leider) allen so. Und die, die sagen, sie haben nie mit Selbstzweifeln oder Ängsten im Jurastudium zu tun gehabt, lügen. Das sind diese Menschen, die du an ihrem überzogenen und arroganten Auftreten erkennst und denen es innerlich meistens sehr schlecht geht. Lass dich von ihnen nicht verunsichern. Der Vergleich, der Notendruck, das große Schreckensgespenst „Examen“ am Ende eines langen Studiums, der ewige Konkurrenzkampf und die hohe Durchfallquote sollen uns von Anfang an dazu anhalten, das Jurastudium nicht schleifen zu lassen. Und das wird dadurch auch geschafft. Jedoch kommt unsere mentale Gesundheit dabei oft zu kurz. Akzeptiere, dass ein gewisses Maß an Angst und Druck normal sind und lerne, mit ihr umzugehen.

Austausch mit Leidensgenossen

Da es jedem so geht: Such dir Gleichgesinnte! Entweder in deiner Uni oder online, wie beispielsweise über Instagram. Ich hatte auch nicht viele Freunde an der Uni, dafür die Richtigen. Denn auch die ganzen Kommilitonen sind teilweise leider mit Vorsicht zu genießen, da einfach viele gerne hinter deinem Rücken über dich lästern oder dich ausnutzen. Pass auf dich auf und lass lieber nur wenige Menschen an dich heran, anstatt viele falsche. Mir hat es viel geholfen, mit Gleichgesinnten über meine Ängste vor dem Examen zu sprechen.

Lass dich nicht von ihnen lähmen

Auch wenn du Angst hast: Handele trotzdem. Lass die Angst vor dem Examen dich nicht dazu bringen, dich gar nicht erst für die Klausuren anzumelden, das Handtuch zu schmeißen (sagt man das so? :)) oder nur erstarrt am Schreibtisch zu setzen. Sag den Ängsten den Kampf an und tu etwas gegen sie. Ich habe mir im Laufe der Examensvorbereitung das Mindset angewöhnt: Wenn ich alles mir mögliche getan habe, muss ich keine Angst mehr haben. Denn dann liegt das Ergebnis nicht mehr in meinen Händen. Wenn du hart arbeitest, hast du dir nichts vorzuwerfen. Und damit meine ich nicht, dass du 24/7 nur lernen solltest. Aber betrüge dich nicht selbst, indem du prokrastinierst, am Handy hängst, den Haushalt schmeißt oder was auch immer uns einfällt, wenn wir keine Lust zum Lernen haben.

Mach deinen Selbstwert nicht von deinen Noten abhängig

Diese Überschrift verdient einen eigenen Blogbeitrag und eine eigene Podcastfolge, aber definiere dich nicht über deine Noten. Ich weiß, wie schwer das ist, habe ich es doch jahrelang genauso gemacht. Aber du bist mehr als Jura. Du bist nicht Jura. Wie Anni (keine Werbung) das so schön sagt: „Jura ist etwas, was ich mache und nicht, was ich bin.“ Wenn dir das schwer fällt, dann such dir etwas, was dir Spaß macht: Ein Hobby, eine Sportart – irgendwas, wo du kleine Erfolgserlebnisse feiern kannst und was dich glücklich macht.


Empfehlenswerte Bücher zu dem Thema „Umgang mit Ängsten“ sind meiner Meinung nach folgende:Werbung / Affiliate Links*

Meine weiteren Sachbuch-Tipps findest du bei meinen Favoriten.

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