Deine innere Einstellung

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Hallo zusammen – Zeit für einen neuen Blogpost! Heute soll es um die richtige innere Einstellung gehen. Mindset, Persönlichkeitsentwicklung – alles Begriffe, die uns täglich um die Ohren gehauen worden, aber wie geht das denn jetzt eigentlich? Darum soll es im heutigen Blogpost gehen.

Und, keine Angst. Ich bin auch kein Fan von vielen „Erfolgscoaches“ und finde die meisten einfach nur unauthentisch und nervig. Aber ich habe lange, lange Zeit (bzw teilweise auch noch heute) meine eigene Stimmung mit meinen (negativen) Gedanken manipuliert und bin nach Jahren endlich aus diesem Teufelskreis herausgekommen. Und dieses Erlebnis möchte ich dir auch bescheren.

Law of Attraction

Von dem Prinzip der Anziehung oder auch dem Buch „The Secret“ (keine Werbung) kann man halten, was man möchte und mir persönlich ist es auch zu esoterisch (sorry not sorry). Dennoch glaube ich mittlerweile etwas an Karma sowie daran, dass es einfach besser ist, mit einer positiven Einstellung durchs Leben zu gehen, erstmal davon auszugehen, dass alles so klappt, wie man es sich vorstellt und nicht sich im Vorhinein den Kopf darüber zu zerbrechen, warum etwas nicht klappen sollte. Früher habe ich stattdessen alles zergrübelt, katastrophe-feli- siert (um es in den Worten eines guten Freundes zu sagen) und immer erstmal daran geglaubt, dass alles schief läuft. Und seitdem geht es mir mental sehr gut.

Toxische Positivität

Letztens habe ich einen sehr kontroversen Text dazu auf Instagram veröffentlicht, von dem sich viele angegriffen gefühlt haben. Es geht mir nicht darum, hier immer alles rosa-rot zu malen, immer zu sagen, dass es 90% der Menschen schlechter geht als uns und wie privilegiert wir alle sind, dass wir in Deutschland aufwachsen (obwohl es de facto so ist).

Jeder darf auch mal einen schlechten Tag haben. Ich jammere sicher auch mehr als genug über das Referendariat und die viele Arbeit, die ich hineinstecke. Aber ich habe mir das selbst ausgesucht. Keiner zwingt mich dazu.

Deswegen: Das folgende ist meine Meinung. Es muss nicht deine Meinung sein. Mir persönlich hat es sehr geholfen, mir diese Grundprinzipien anzueignen, deswegen stelle ich sie dir vor. Ich zeige dir meine innere Einstellung, es muss aber nicht deine sein.

Lösungen statt Probleme suchen

Wir sehen oft nur das, worauf wir uns fokussieren. Und das sind häufig die Dinge, die gerade nicht gut laufen. Wir sehen aber nicht, was wir alles haben und wofür wir dankbar sein können. Oft bedarf es leider eines „Aufwach“-Momentes um zu merken, dass man sich die ganze Zeit den Kopf über unangenehme Kleinigkeiten zerbrochen hat und nicht gesehen hat, was alles gut läuft im Leben und dass es uns an nichts mangelt.

Ich führe dafür ab und an ein Dankbarkeitstagebuch, so abgedroschen dieser Tipp auch klingt. Es hilft mir aber.

Darüber hinaus habe ich mich in der Vergangenheit oft dabei ertappt, dass ich nur Probleme gesehen habe: Das klappt nicht, das ist zu schwer, das ist zuviel, das ist zu stressig, anstatt mich damit auseinander zu setzen, wie ich diese Probleme gelöst bekomme. Meine Eltern haben mir zum Glück die Mentalität mit auf den Weg gegeben, dass Probleme zum Leben gehören, sich aber jedes Problem lösen lässt. Es wird nie „perfekt“ sein, irgendwas ist immer. Aber das heißt nicht, dass wir nicht sorgenfrei leben können. Denn die meisten Probleme sind oft Kleinigkeiten, die die Zeit, in der wir über sie nachdenken, nicht verdienen.

Deine innere Einstellung: Das Positive sehen.

Vorab: An manchen Dingen gibt es nichts Positives. Beispielsweise schwere Schicksalsschläge oder das Unrecht, was auf der Welt passiert. Ich möchte niemals jemand sein, der sagt „Für irgendwas wird es schon gut sein.“ Nein, wird es nicht und ist es nicht. Das Leben ist einfach unfair und oft schwer. Aber ich versuche, immer das Beste aus jeder Situation zu machen.

Und ich möchte auch nicht meine Mitmenschen mit kleinen Belanglosigkeiten belasten. Oft bin ich in Gesprächen zu oberflächlich und teile nicht mit, dass es mir beispielsweise nicht gut geht, obwohl es wichtig ist, diese Dinge zu kommunizieren. Darum geht es hier auch nicht. Wenn es euch schlecht geht und etwas Schlimmes passiert ist, sucht euch Hilfe.

Ich meine eher kleine Belanglosigkeiten, wie im Stau stehen, Verspätungen der öffentlichen Verkehrsmittel, geblitzt werden – kleine Negativitäten des Alltags, mit denen ich weder mich noch meine Mitmenschen belasten möchte. Vielmehr fokussiere ich mich, Dinge zu erzählen, die mich glücklich machen und somit meinen Mitmenschen ein gutes Gefühl zu geben.

Meistens wird am Ende alles gut. Ausgelutschter Spruch, aber das Leben geht immer weiter.

Probleme können auch eine Chance sein. Ich habe mich jahrelang durch den Ausdauersport, bzw. lange Läufe gequält. Alles mehr als 8km war für mich absolute Hölle. Seit meinem Marathon 2019 habe ich dem Ausdauersport den Rücken gekehrt. Ich wurde immer langsamer, dicker und unglücklicher. Das war ein Problem für mich. Aber es war die Chance, endlich das zu machen, was ich schon immer toll fand, den Sprintsport. Und seitdem mache ich endlich das, was mein Kindheitstraum war. Ich dachte nur immer, ich bin zu alt dafür.

Wir regen uns oft über Kleinigkeiten auf, die das nicht wert sind.

Go the extra mile

Es lohnt sich immer, etwas mehr zu tun. Damit meine ich nicht, immer 110% zu geben (darüber habe ich hier bereits einen Blogpost geschrieben). Aber immer auf Sparflamme zu leben, nach der Arbeit vorm Fernseher mit TrashTV zu versumpfen und sich zu wundern, warum man seine Ziele erreicht, funktioniert nicht. Manche Wege sind härter als andere und es ist auch schwierig, nicht immer das zu tun, was andere tun. Der Mensch ist gerne in Gemeinschaft und kein Einzelgänger. Aber wenn ihr etwas erreichen wollt, müsst ihr etwas dafür machen.

Es hatte schon seinen Grund, warum ich in meiner kompletten Examensvorbereitung keinen Alkohol getrunken habe, nicht gefeiert habe und meine Wochenenden meistens am Schreibtisch verbracht habe. Natürlich gab es auch Erholungsphasen und wenn ihr euch in Gemeinschaft mit Alkohol erholt, tut es. Bei mir war Sport der Ausgleich.

Dieses Lebensmodell verstehen nicht alle Menschen und es ist auch nicht das optimale Lebensmodell für alle. Manchmal würde ich auch gerne mehr „reinpassen“, mir weniger Druck mit meinen Leistungen machen und einfach „leben“. Aber mein Weg ist ein anderer. Es ist wichtig, dass es euch gut geht und wenn es euch gut geht, wenn ihr alleine zuhause seid, früh ins Bett geht und nicht die ganze Zeit am Party machen seid, tut das. Genauso wie ihr auch jedes Wochenende feiern gehen könnt, wenn ihr dabei am besten abschalten könnt.

Harte Arbeit zahlt sich immer aus, trust me.

Machen anstatt alles zu zerdenken

Oft suchen wir Ausreden, warum wir etwas nicht können. Wir möchten etwas erreichen, etwas angehen, ein Projekt anfangen, aber verfallen in eine Starre, weil wir alles zerdenken. Sei mutig und tu es einfach. Wir haben alle Angst. Jeder große „Macher“, den du für seinen Mut bewunderst, hatte Angst bevor er gehandelt hat. Aber er hat es trotzdem gemacht.

Wir müssen die Verantwortung für unser eigenes Leben übernehmen und uns nicht immer nur mit der Ausrede, Opfer der Umstände zu sein, herausreden.

Fokussiere dich auf dich und nicht auf andere

Wir alle haben es schon mehrmals getan, wir tun es wahrscheinlich immer noch. Aber es ist grundsätzlich falsch. Ich möchte nicht über andere Leute lästern, sondern sie einfach sein lassen. Das heißt nicht, dass ich mich nicht über ihr Verhalten ärgern darf. Aber über andere Menschen negativ zu sprechen, hinterlässt nicht nur bei den anderen einen negativen Beigeschmack. Ich möchte jemand sein, bei dem sich die anderen gut fühlen. Die sie nicht klein redet sondern an sie glaubt.

Deswegen vergebe und vergesse ich Menschen auch schnell zu vieles. Dadurch zerdenke ich mir nicht mehr den Kopf über ihr Verhalten, jedoch habe ich in der Vergangenheit oft vergessen und mich mit genau denselben Menschen und den gleichen Verhaltensweisen weiterhin selbst verletzt. Nun vergebe ich nur noch, aber ich vergesse nicht mehr. Jeder Mensch verdient eine zweite Chance, aber keine vielfachen.

Falls dir dieser Beitrag gefallen hat, sind folgende Beiträge vielleicht noch etwas für dich: 3 Tipps um sich selbst zu akzeptieren, Wie du dein eigenes Ding durchziehst und wie du negative Glaubenssätze überwindest.

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1 Kommentar

  1. Ohja, das fokussier dich auf dich selbst, ist für mich die größte Herausforderung. Ständig der Vergleich mit anderen, statt die Achtsamkeit mehr auf sich zu lenken. Schöner Beitrag – danke dir 🙂

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