Morgenroutine – Warum du nicht mitten in der Nacht aufstehen musst, um erfolgreich zu sein.

Morgenroutine – ist das Thema nicht schon ausgelutscht? Ich habe das lange gedacht. Macht ihr nur schön eure Morning Pages, eure Meditation – ich arbeite in der Zeit. So habe ich das lange gehandhabt: Aufstehen, Kaffee und an den Schreibtisch. Auf die Dauer hat mich das aber ziemlich zermürbt. Ich fing an, mich durch Instagram ablenken zu lassen, hatte keine Lust mehr, nur noch zu lernen und vertrödelte meine Zeit.

the secret of your future is hidden in your daily routine

Meine (zunächst schlechte) Erfahrung

Dann fing ich an, das Buch Miracle Morning (keine Werbung/selbstgekauft) zu lesen und war begeistert. Von einen auf den anderen Tag stellte ich meinen Wecker von 7 auf 5 Uhr, um morgens laufen zu gehen, war auf der Arbeit müde, hatte einen langen Tag, rannte abends noch ins Gymnasium, war um halb 12 im Bett, nur um 5 wieder aufzustehen. Das ging mir schnell auf die Nerven und ich habe das Thema Morgenroutine wieder beerdigt.

Morgenroutine – darüber spricht gerade jeder. Manche sind davon genervt, empfinden es als HokusPokus und glauben daran, dass der Tag auch einfach so starten kann. Das stimmt auch und – ich war lange einer von ihnen. Früher bin ich einfach nur aus dem Bett gefallen, in die Küche geschlurft, habe mir einen Kaffee gemacht und bin an den Schreibtisch gewandert. So war ich zwar schon sehr früh morgens am PC, habe aber gemerkt, dass mein Kopf weder arbeitsfähig war, noch dass ich die nötige Klarheit und den Fokus erlangt hatte. Mir schwirrten einfach zuviele Gedanken im Kopf herum, ich war nicht fokussiert und konnte mich nicht konzentrieren.

Also beschäftigte ich mich im Spätsommer letzten Jahres das erste Mal mit dem Thema „Morgenroutinen“ und las das Buch, was wohl jeder kennt. Miracle Morning. Ein wahnsinnig tolles Buch (keine Werbung), was ich jedem empfehlen kann. Der einzige Nachteil an dem Buch: Es hat mich unter Druck gesetzt. Der Autor beschreibt eine sehr ausführliche Morgenroutine, die 60 Minuten dauert. Für jemanden, der immer sehr früh aufstehen muss und sich schwer tut, nur für die Morgenroutine noch eine Stunde früher aufzustehen. Anfang setzte ich aber – motiviert wie ich war – alles eins zu eins um, hörte aber nach kürzester Zeit komplett damit auf. Seit Oktober/November letzten Jahres fing ich dann an, kleine Gewohnheiten umzustellen und habe mir seitdem eine Routine aufgebaut, die ich endlich täglich durchziehen kann.

Da wir gerade alle mehr oder weniger im Home Office sind und sich ein Tag vom anderen wenig unterscheidet, möchte ich euch heute dabei helfen, eine Routine für euren Start in den Tag aufzubauen.

Eure Morgenroutine muss zu euch passen

Als kleiner Disclaimer vorab: Die beste Morgenroutine ist falsch, wenn du sie dir aufzwingst. Manche Dinge fühlen sich gut an, andere nicht. Ich möchte heute die gängigsten Komponenten einer Morgenroutine vorstellen und du kannst sie dir dann selbst zusammenbasteln.

Miracle Morning

Ab Dezember 2019 fing ich an, mir kleine Zwischenschritte zu setzen. Seitdem verfolge ich mehr oder weniger regelmäßig meine Morgenroutine – mehr dazu erfahrt ihr in meinem Podcast „Beyourbestlawstudent“ auf Apple oder Spotify in den Folgen 37 und 19. An manchen Tagen mache ich eine komplette Morgenroutine, an anderen Tagen nur das absolute Minimum. Eben ganz nach Gefühl. Ich bin kein Fan (mehr) vom sklavischen Verhalten. Passt euren Morgen ganz an eure Bedürfnisse an und wenn das manchmal ausschlafen und auf Social Media scrollen ist, ist das eben so.

Morgenroutine

Tipps für deine Morgenroutine

  • Vorbereitung
    Dass du früh ins Bett gehen solltest, dein Handy in einem anderen Raum lässt und ab dem späten Nachmittag auf Koffein verzichten sollst, ist dir wahrscheinlich schon klar. Trotzdem wollte ich es einmal ansprechen – denn: Guter Schlaf ist meiner Meinung nach essentiell für eine erfolgreiche Morgenroutine und keine noch so gute Morgenroutine kann fehlenden, schlechten Schlaf ausgleichen!
  • Das Handy morgens weglassen
    Die erste(n) Stunde(n) deines Tages sollten ohne dein Handy stattfinden. Nichts ist schlimmer, als morgens ewig durch Instagram und Co. zu scrollen, wertvolle Zeit zu verlieren und sich mit dem Leben der anderen anstatt mit deinem eigenen Leben zu beschäftigen. Also: Handy weg! – so schwer es uns auch allen fällt ☺
  • Ausreichend trinken
    Es ist empfehlenswert, morgens einfach erst einmal Wasser zu trinken anstatt direkt zum Kaffee zu greifen. Ich bin als bekennender Kaffee-Junkie auch lange daran gescheitert. Aber dein Körper ist nach 7+ Stunden Schlaf dehydriert und benötigt Wasser. Also: Wasserflasche neben das Bett und ausreichend trinken!
  • Journaling
    Kommen wir zum gehypten Journaling. Viele nutzen (selbstgestaltete) „Bullet“-Journals, es gibt zahlreiche Planer zu kaufen und alle machen es anders. Ich selbst benutze ebenfalls einen vorgestalteten Planer, bei dem man einfach morgens einen kleinen „Checkup“ macht, wie es einem geht, wie man sich fühlt, wie man sich an dem Tag um sich selbst gekümmert hat oder einfach seine täglichen Rituale tracken kann. Ich nutze diesen Planer täglich und finde ihn toll. Ansonsten kann man sich auch selbst ein Bullet Journal durch zahlreiche Anleitungen im Internet selbst basteln – dafür bin ich nur einfach zu unkreativ. Man kann beispielsweise täglich seine Ziele aufschreiben oder Dinge, für die man gerade dankbar ist.
  • Morning Pages
    Morning Pages beschreibt eine Tätigkeit, bei der man ca. 3 – 5 leere Seiten direkt nach dem Aufstehen beschreibt. Man schreibt einfach die Dinge auf, die einem in den Sinn kommen. Ohne Regeln. So hat man den Kopf tagsüber für die Dinge frei, auf die man sich fokussieren muss. Ich habe Morning Pages selbst noch nicht ausprobiert, kann mir aber vorstellen, dass sie gerade bei Menschen, die viel nachdenken und grübeln sehr hilfreich sein können.
  • Visualisierung
    Visualisierung baue ich selbst nur ab und an in meine Morgenroutine mittels meines Vision Book ein. Die gängige Variante ist ein Vision Board, bei dem man ein großes weißes Blatt Papier mit allen inspirierenden Bildern, Wörtern und Grafiken beklebt, diese dann täglich anschaut und sich dabei vorstellt, bereits diese Ziele erreicht zu haben. Jedes Mal wenn ich mich gedanklich in diese Bilder hineinversetze, merke ich, wie ich meinen Zielen näher komme. Ein Grund, diese Technik häufiger in meine Morgenroutine zu integrieren.
  • Meditation
    Seit 2020 meditiere ich täglich. Ich nutze dafür die App Headspace (keine Werbung, selbstbezahlt) und bin totaler Fan, obwohl ich kein esoterischer Mensch bin und Meditation lange für HokusPokus gehalten habe. Aber ich kann jedem raten, es einfach mal mehrere Tage am Stück, am besten einen Monat auszuprobieren und sich danach eine Meinung zu bilden.
  • Affirmationen
    Affirmationen sind positive Glaubenssätze wie „Ich bin stark“ „Ich bin gut genug“ „Ich bin intelligent“, die man sich selbst – leise oder laut – vorsagt, im Glaube daran, dass diese wahr sind. Diese Technik habe ich selbst noch nie langfristig ausprobiert, sie ist aber auf jeden Fall einen Versuch wert.
  • Mobility
    Eine Sache, für die wir uns alle nie Zeit nehmen – das weiß ich selbst aus eigener Erfahrung – ist Mobility. Gerade für uns Sportler ist dies unglaublich wichtig. Ich baue Mobility seit einigen Wochen täglich in meine Morgenroutine ein und habe eine kleine Routine aus Übungen zusammengestellt. Auch hier gibt es kein richtig oder falsch, ich würde nur empfehlen, mit wenigen kleinen Übungen anzufangen und dich nicht zu überfordern. Wenn es zuviel wird, wirkt das eher kontraproduktiv.
  • Workout
    Die ganz Fleißigen unter uns können ein kleines Workout in ihre morgendliche Routine einbauen – beispielsweise 5 x 20 Kniebeugen, 3 x 10 Liegestütz oder ein komplettes Workout. Vielleicht wolltest du auch unbedingt mal einen Klimmzug lernen, dann wäre das ebenfalls eine Uhrzeit, dies zu üben. Ich kann zum Beispiel schlecht am frühen Morgen nüchtern laufen oder trainieren gehen, weshalb ich nie morgens Sport mache – außer es geht nicht anders. Aber das muss jeder für sich alleine herausfinden.
    Wie gesagt: Du musst nicht alle Punkte und erst recht nicht auf einmal umsetzen.

    Mein Tipp: Picke dir einen Punkt raus und zieh den zwei – vier Wochen konsequent täglich durch, bis du einen weiteren hinzunimmst. Manche Punkte kann man leichter umsetzen als andere. Beispielsweise könntest du heute Abend dein Handy weglegen, etwas früher als sonst ins Bett und dir eine große Flasche Wasser neben das Bett stellen, von der du nach dem Aufstehen direkt erst einmal etwas trinkst.

Meine Morgenroutine

1. Dankbarkeitstagebuch

Ich kaufte mir das Buch „Ein guter Plan“ (Werbung weil Verlinkung und Affiliate Link) und fing an, es zu bearbeiten. Seitdem schreibe ich mir morgens meine 5 Ziele auf, 5 Dinge, für die ich dankbar bin. Diese paar Sekunden hat wirklich jeder und seitdem reflektiere ich mein Leben bewusster. Zu dieser Gewohnheit habe ich bereits hier einen Post verfasst.

Meine absoluten (Jura) Essentials findet ihr auch hier.

2. Visualisierung

Ich visualisiere und habe mir meine Affirmationen rausgeschrieben. Das mache ich jedoch nur, wenn ich daran denke – daran kann ich noch arbeiten.

3. Meditation

Seit dem 01.02 meditiere ich täglich und merke, wie sehr es mir hilft, fokussierter und klarer im Kopf zu sein. Auch dies ist ein wichtiger Bestandteil meiner Morgenroutine.

4. Mobility

Seit kurzem habe ich mir mit der Hilfe von Freunden eine Mobilityroutine erarbeitet, die ca 10 Minuten dauert und mir und meinen Gelenken sehr hilft. So bewege ich mich etwas am Morgen ohne ein Workout durchzuführen. Das klappt für mich am besten.

Morgenroutine

Morgenroutine: Realtalk

Aktuell komme ich nicht so gut aus dem Bett, wie ich es von mir als Frühaufsteher gewöhnt bin. Ich weiß woran das liegt, möchte aber keine Entschuldigungen vorschieben. Seit neuestem habe ich mir einen Lichtwecker gekauft, mit dem das ganze schon besser klappt. Trotzdem stehe ich meistens erst gegen 7.00 auf und möchte das Ganze in den kommenden Monaten nach vorne verschieben.

Für mehr Input, folge mir auf Instagram unter beyourbestlawstudent.

Mädchen

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