Stress im Jurastudium: So bekommst du ihn in den Griff

Stress im Jurastudium? Dauerzustand? Das muss nicht sein. Ich weiß, dass das Studium der Rechtswissenschaften sehr stressig und anstrengend sein kann. Heute möchte ich dir dennoch zeigen, wie du diesen Stress in den Griff bekommst – und nicht er dich!

Stress im Jurastudium

Mach nur eine Sache – und die richtig

Wir sind permanent abgelenkt. Unser Handy liegt neben uns, immer. Wir sind immer am Handy, immer erreichbar und unser Kopf wird mit unzähligen Informationen jede Minute zugeballert. Mach dein Handy aus. Leg es in ein anderes Zimmer. Ganz egal – leg es weg. Du lernst nicht und lässt dabei Radio oder Fernseher laufen. Du lernst nur. Ja, das klingt langweilig, aber es scheint nur so. Sobald du im Lernflow bist, wird es ganz von alleine laufen, versprochen. Du wirst weniger gestresst sein, wenn du dich ganz auf das konzentrierst, was du aktuell tust. Ich meditiere jeden Morgen (mehr dazu in meinem Post zu meiner Morgenroutine – es ist nicht so spirituell, wie es klingt und ist wirklich hilfreich) und versuche, an nichts zu denken. Gerade mit emotionalem oder auch einfach negativen Stress ist dies eine hilfreiche Strategie, um sich wirklich zu fokussieren und zu entspannen. Dadurch wirst du automatisch entschleunigen, dein Gehirn entspannt sich und ist dir innerlich dankbar, dass du dich nur auf eine Sache konzentrierst, anstatt auf diverse. Keine Ablenkung. Sei achtsam und mit dem Kopf in der Gegenwart, anstatt an die Vergangenheit oder Zukunft zu denken.

Höre auf, Multitasking betreiben zu wollen.

Negativen Stress vermeiden

Erstelle realistische To-Do-Listen

Ein Problem, was ich lange Zeit hatte (ich muss auch heute noch aufpassen, dass ich nicht wieder dahin abrutsche, mir zuviel vorzunehmen, ist, dass ich mir sehr lange, unrealistische To-Do Listen erstellt habe. So habe ich sichergestellt, direkt morgens nach dem Aufwachen auf mein Handy zu schauen und direkt gestresst und überfordert zu sein. Seitdem priorisieren ich Aufgaben und habe auch kein Problem damit, unwichtige Aufgaben einmal nach hinten zu verschieben. Auch dazu gehört es, wichtige Aufgaben von unwichtigen Aufgaben zu unterscheiden.

Scheu dich nicht, Aufgaben, die man guten Gewissens aufschieben kann, nach hinten zu verschieben und setze dir einen realistischen Tagesplan um dir Stress abzunehmen. Mir hat dabei auch Calendar Blocking geholfen, um meine Woche richtig zu planen.

Fange rechtzeitig an

Einer der wichtigsten Faktoren, um Stress zu vermeiden: Rechtzeitig anfangen! Ich weiß, dass wir die Generation Prokrastination sind. Ich nehme mich selbst dabei gar nicht raus, jedoch habe ich erkannt, dass es mir besser geht, wenn ich das Lernen nicht aufschiebe sondern lieber etwas früher als zu spät anfange. Probier es mal aus und starte JETZT mit dem Lernen für die nächste Klausur, auch wenn du scheinbar noch sehr viel Zeit hast. Die Zeit rast und du wirst mir noch sehr dankbar sein, wenn du auf mich gehört hast.

Einen Blogpost dazu, wie du zuhause lernen kannst, findest du hier.

Pass auf dich auf

Wir alle verwechseln oft Effizienz mit „ich muss immer beschäftigt sein“, haben ein schlechtes Gewissen wenn wir nicht 24/7 am Schreibtisch sitzen und machen uns oft sehr viel Druck, vernachlässigen essentielle Lebensbereiche, die uns gut tun und die wir brauchen und sind einfach unglücklich. Keiner erwartet, dass du dich selbst kaputt machst. Ein Burnout oder auch „nur“ das Gefühl, ausgebrannt zu sein, ist das Letzte, was du aktuell brauchst, glaub mir. Deswegen pass auf dich selbst auf und gönne dir etwas Me-Time.

Meine Tipps, wie du erholsam schlafen kannst, findest du hier.

Gerade wenn du meinst, du hast keine Zeit für eine Pause, ist das meistens ein gutes Indiz dafür, dass du eine Pause brauchst.

Du musst nicht perfekt sein!

Übermäßiger Ehrgeiz und Perfektionismus treibt uns nur bedingt voran, meistens bremst er uns selbst aus. Ich habe dazu schon einen Blogpost geschrieben, warum 80% besser als 110% sind. Gerade wenn man Lösungsskizzen liest, hat man immer den Anspruch, das alles genauso aufs Papier zu bringen, wie es die Lösung tut. Aber das geht nicht. Denn da steht die 18 Punkte Lösung – und niemand hat 18 Punkte im Examen. Lass den Glaubenssatz „Ich muss perfekt sein“ los und gebe lieber jeden Tag dein Bestes. Denn man kann nur sein Bestes geben, wenn es einem gut ist, man erholt und fokussiert ist. Feiere deine Erfolge, so klein sie auch sind. Erwarte keinen dauerhaften Erfolg. Du weißt, dass es manchmal nicht klappt und dass Fehler auf dem Weg zum Erfolg essentiell sind. Lies dir deine Fehler durch und erstelle eine Fehlerliste, um aus ihnen zu lernen. So passieren sie dir sicher nicht wieder.

Mach dich selbst nicht nieder

Du bist gut. Du bist fleißig. Du bist intelligent. Du kannst das. Sonst wärst du nicht hier und würdest kein Jura studieren, sondern hättest schon aufgegeben. Mach dich selbst nicht lieber und belohne dich für deinen Erfolg. Tu dir etwas Gutes. „Gönn dir auch mal etwas“. Nimm Jura nicht zu wichtig. Das Leben besteht aus soviel mehr. Hör auf, soviel zu grübeln und lebe im hier und jetzt. Du musst dir keine Sorgen um die Zukunft machen. Diese Sorgen bringen dich nicht weiter, sondern führen nur zu Konzentrations- und Fokusverlust.

Mir helfen Routinen und Ordnung halten auch sehr gut dabei, innerlich abzuschalten. Genau deshalb sage ich mir auch immer, dass ich dankbar dafür bin, diese Ausbildung genossen zu haben und zu genießen. Schließlich haben wir uns das selbst „eingebrockt“.

Mein Name ist Feli, ich bin 26 Jahre alt und Referendarin in Hessen. Folge gerne meinem Podcast „Beyourbestlawstudent“ und abonniere mich auf Instagram unter @beyourbestlawstudent um up to date zu bleiben!

Alle Bilder sind von Leandra aka into soul photography (unbezahlte Werbung da Verlinkung)

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