Wie du negative Glaubenssätze überwindest

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Glaubenssätze oder Referenzgedanken – das sind Gedanken, die wir uns seit frühester Kindheit gemacht haben. Gedanken, die unser Unterbewusstsein aus lauter Gewohnheit immer noch bildet – auch wenn sich die Wirklichkeit darum geändert hat. Eine Definition, die ich im Internet gefunden habe (Secret Wiki), ist : Glaubenssätze sind Gedanken, die tief in deinem Geist verankert sind und somit für dich wahr sind. Sie werden wieder und wieder gedacht. Oftmals sind dir deine Glaubenssätze gar nicht bewusst, da sie dir unbewusst durch Erziehung und Erfahrungen eingeprägt wurden. Glaubenssätze sind dafür verantwortlich, wie wir unser Umfeld bewerten und auf Ereignisse reagieren. Gemäß deiner Glaubenssätze nimmst du die Wirklichkeit wahr – diese Wahrnehmung kann in den Augen anderer befremdend oder nicht sinnvoll sein. 

Viele von uns haben die gleichen oder ähnliche, negative Glaubenssätze. Ich hatte sie selbst mein ganzes Leben lang. Ich war noch nie in meinem Leben besonders selbstbewusst, extrovertiert oder stand gerne im Mittelpunkt. Durch diese Referenzgedanken habe ich mich aber immer klein gemacht und gehalten. Zeit, damit aufzuhören.

Denn: Wir sind nicht unsere Vergangenheit.  Wir können uns verändern, jede Minute. Ganz oft habe ich mich nicht „getraut“, positiv zu denken. Aber ganz ehrlich: Du hast nichts zu verlieren. Ich habe mich wie ein Hochstapler gefühlt, wenn ich davon ausgegangen bin, dass ich das schaffen werde und dass ich intelligent bin. Gedanken machen unsere Welt. Es wird dir nichts schlimmes passieren, nur weil du positiv über dich selbst denkst. Stattdessen wirst du schneller zum Erfolg kommen.

Typische negative Glaubenssätze

1. Glaubenssatz „Ich schaffe das nicht“

„Ich schaffe das nicht“ ist und war lange der ausschlaggebende Referenzgedanke in meinem Leben. Ich weiß nicht warum, aber ich bin seit meiner frühesten Kindheit davon ausgegangen, dass ich das nicht kann. Das wurde mir lange von meiner Umwelt eingeredet, bis ich an ihre Stelle getreten bin und es mir jahrelang selbst eingeredet habe. Nur um nach jeder Hürde dann zu sehen: „Oh, das hast du ja doch gepackt.“ Jede große Hürde: Abitur, Führerscheinprüfung, 1. Staatsexamen – oft mache ich mir (im Nachhinein dann oft: unnötigen) Stress, weil ich von vornherein davon ausgehe, sonst zu versagen. Seit ich das erkannt habe, versuche ich, öfter an meine Stärken zu denken, an das, was ich schon erreicht habe und noch erreichen kann. 

Das ist übrigens auch ein Grund, warum ich mit Niederlagen nicht gut umgehen kann. Scheitere ich einmal (ich bin zB 1x durch eine Hausarbeit gefallen oder durch meine praktische Führerscheinprüfung), geht für mich buchstäblich die Welt unter und es hat damals ewig gedauert, bis ich mich wieder getraut habe, es erneut anzupacken. Mittlerweile habe ich gelernt: Scheitern gehört dazu. Je öfter man scheitert, desto schneller kommt man auch zum Erfolg. Denn ohne Fehler zu machen, lernen wir nicht dazu. Also: Du schaffst das.

2. Glaubenssatz „Ich bin unsportlich“

Nur weil man beispielsweise als Kind sich ungern sportlich betätigt hat und lieber gelesen hat, heißt das nicht, dass du unsportlich bist. Nur weil deine Familie dich immer damit aufgezogen hast, dass du halt eher der „Kopfmensch“ bist und kein großer Sportler mehr werden wirst, stimmt das nicht. Diese Kommentare in frühester Kindheit halten uns lange klein. Wir übernehmen sie und schaffen uns damit unsere eigene Realität. Aber du bist nicht unsportlich. Dein jetziger Zustand bestimmt nicht dein „Ich“. Du kannst alles sein was du sein möchtest. Wenn du sportlich sein möchtest, dann sei sportlich. Geh raus und tob dich aus. Melde dich in einem Fitnessstudio an und gehe auch hin!

Nur dein Kopf hält dich klein. Ich war ein „unsportliches Kind“ – dafür habe ich viel gelesen, meine Freundschaften gepflegt, Cello + Klavier gespielt und bin geritten. Und heute würde mich niemand mehr als unsportlich bezeichnen. Ich bin unzählige Halbmarathons und Triathlons gelaufen und sogar einen Marathon – und das kannst du alles auch, wenn du es willst. Niemand ist von Natur aus „unsportlich“ oder „sportlich“. Es kommt darauf an, was du daraus machst.

3. Glaubenssatz „Ich bin zu dumm dafür“

Gerade im Studium und in der Schule habe ich oft an meiner Intelligenz gezweifelt, obwohl ich einen gegensätzlichen IQ Test schwarz auf weiß zuhause habe. Trotzdem habe ich oft gedacht „Ich bin zu dumm, ich kann das nicht“ „Warum sollte gerade ich diese Note schaffen?“ „Ich bin nicht schlau genug“. In meiner Umstellungsphase, als ich diese Glaubenssätze auflösen wollte, habe ich mich oft wie ein Hochstapler gefühlt. Ich „darf doch so nicht von mir denken“. Doch, darfst du (und sollst du). Keiner von uns wird sich dadurch in ein arrogantes Ar******* verwandeln, dass er gut mit sich selbst umgeht und positiv mit sich selbst spricht. Trau dir mehr zu. Du weißt, dass du das verstehst – oder verstehen kannst. Wenn du zu dumm dafür wärst, wärst du nicht hier.

4. Glaubenssatz „Ich bin zu dick“

Lange habe ich mir eingeredet, dass ich halt „von Natur aus dick“ bin. Bin ich nicht. Natürlich sind unsere Gene auch für unseren Körperbau verantwortlich aber längst nicht so sehr, wie wir sie als Ausrede dafür missbrauchen. Beim Thema „Abnehmen“ gilt dasselbe wie beim Thema „Sport“. Wenn du willst, kannst du alles sein. Ich nehme chronisch Kranke hiervon aus. Aber als gesunder Mensch kannst du abnehmen und schlank sein, so wie du dir deine Wunschfigur vorstellst. Oft missbrauchen wir Glaubenssätze als Ausreden oder lassen uns unterbewusst von ihnen daran hindern, unsere Ziele anzugehen.

Und wie besiegst du jetzt diese negativen Glaubenssätze

Achte darauf, welche Glaubenssätze du hast

Eigentlich eine ganz einfache Übung – eigentlich. Wenn du vor einer neuen Aufgabe stehst, achte mal darauf, welche Sätze dir sofort in den Kopf schießen. Oft denken wir Glaubenssätze sehr häufig am Tag, ohne es zu merken. Führe dir diese Glaubenssätze bewusst vor Augen und achte darauf, welche du hast. Schreibe sie dir auf.

Erstelle für jeden negativen Glaubenssatz einen positiven

Jeder negative Glaubenssatz wird jetzt durch einen positiven ersetzt. Ciao bad vibes! In meinem Fall wären das als Beispiel:

  • Ich schaffe das
  • Ich bin sportlich
  • Ich bin intelligent
  • Ich bin schlank

Diese Glaubenssätze sind deine neuen Affirmationen, die du dir immer wieder innerlich (oder auch laut unter der Dusche aufsagst). Anfangs wird dir das schwer fallen und du kannst sie kaum glauben. Gedanken machen unsere Realität. Durch diese Affirmationen und die innere Visualisierung kannst du alles erreichen, vertraue mir. 

Übe deine Glaubenssätze

Weitere Beispiele für positive Glaubenssätze

  • Ich kann das
  • Ich bin ein liebenswerter Mensch
  • Ich werde geliebt
  • Ich bin selbstbewusst
  • Ich denke positiv
  • Ich bin gut so wie ich bin
  • Ich muss mich nicht mit kleinen Dingen unnötig stressen
  • Ich arbeite ständig an mir selbst
  • Ich bin ein guter Mensch
  • Ich bin wertvoll

Du kannst dich aktiv entscheiden, wie du mit dem, was du im Leben bekommen hast, umgehst. Jedem von uns stoßen unfaire Dinge zu. Du bist kein Opfer der Umstände. Du hast immer die Wahl, wie du darauf reagierst. Entweder du lebst frustriert und verbittert oder du gehst bestmöglich mit dem um, was das Leben dir gegeben hat. 

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